"Das Flüstern der Sterne" nennen die Yakuten das Geräusch, wenn sich der eigene Atem kristallisiert und mit sanften Knall auf den Erdboden aufschlägt. Mindestens 50 Grad unter Null zeigt das Thermometer dann an. Wie vertragen Radfahrer über Monate solch eisige Temperaturen? Welche Ausrüstung ist nötig, um im Winter am Yukon zu zelten? Die Antworten hierzu geben Elena Poddubnaja aus Kamtschatka und Oliver Schmidt aus Sachsen-Anhalt in ihrer ungewöhnlichen Reisereportage durch subpolare Regionen, die sie dem Leben und Wirken von Georg Wilhelm Steller widmeten, der als erster Wissenschaftler während der 2. Kamtschatkaexpedition im Jahre 1741 Alaska betreten hat. Dessen Tagebücher wurden erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt und inspirierte die beiden, seiner Reiseroute zu folgen. Doch nicht Pferdekutschen und Segelschiffe dienten ihnen nun als Transportmittel, sondern Fahrräder und Hochseekajaks. Zwei Jahre und 33.000 Kilometer reisten die zwei um den nördlichen Polarkreis. Sie folgten Stellers Lebensstationen bis nach Kamtschatka und erreichten im eisigen Winter Alaska. Im Gegensatz zu Steller setzten sie ihre Reise fort und durchquerten Kanada, Island und Schottland. Sie passierten England und Westeuropa ehe sich der Kreis am Ausgangspunkt der Reise wieder schloss. Insgesamt wurden vierzehn Länder und acht Gebirge durchquert.
Zurück